Neues aus unserer Auffangstation (Fortsetzung): Notfall Bruno

Aus dem Nachbarsdorf Dangau hat uns vorgestern die Nachricht erreicht, dass ein verletzter und verwahrloster Streuner gesichtet wurde. Wir haben die tierliebende Person, die uns angerufen hat, gebeten, den Hund festzuhalten und sind umgehend hingefahren. Das arme, extrem abgemagerte und am Kopf verletzte Tier wurde gleich nach Klausenburg in die Biovet Klinik gefahren, wo er untersucht und behandelt wurde.
Bruno ist ein Bub, Mischling, Schulterhöhe ca. 50 cm, 2-4 Jahre alt, sehr zutraulich und duldsam. Er ist nur Haut und Knochen, hat derzeit etwa 10 kg Untergewicht, bewegt sich unsicher, sein Fell ist stark verfilzt und ranzig. Die Verletzung war infiziert, ob und inwiefern das Auge betroffen ist, kann man derzeit nicht mit Bestimmtheit sagen.
Bruno hat die erste Nacht im Notfallquartier unter meinem Fenster verbracht, wo es eine bestens wärmeisolierte Hütte gibt, gestern wurde er dann im Gehege zusammen mit Lotte untergebracht, offensichtlich verstehen sie sich gut.
Ausnahmsweise konnten wir in diesem Fall erfahren, aus welchem Haushalt der Hund stammt. Wir werden Anzeige erstatten.

Eine Antwort auf “Neues aus unserer Auffangstation (Fortsetzung): Notfall Bruno”

  1. Heute hat uns Balu verlassen. Ein Hütehund ehemals? Ein knappes halbes Jahr durfte es ihm gut gehen, vielleicht konnte er sein mieses armseliges Leben mit Schlägen, Tritten und schweren Schmerzen davor vergessen!
    Bevor er zu Vera und Michael kam, war er in einem Dreckloch mit kurzer Kette, ohne ausreichendes Futter und Wasser, angehängt. Nichts, worauf er sich hätte legen können, faules nasses Zeug, Pappe, kein Schutz von oben im Bereich der verfallenden Scheune. Man konnte seinen Kopf in die Hände nehmen, er ließ sich sofort kraulen und war glücklich, von der Kette zu dürfen, ins Gras geführt zu werden. In der Station dann kam Balu erstmal in ein sauberes kleines Gehege mit voller Trinkschale und Futterschüssel. Aber er konnte nicht schlucken, würgte alles Essen wieder aus. Sein Hals war so zusammengeschnürt worden, daß sein Kehlkopf schwer verletzt war. Michael und Vera führen ihn in die Tierklinik. Er bekam Medizin, aber ob er sich erholen würde, war ungewiß. Zum Gassigehen kam Balu in ein Geschirr mit Leine, man führte ihn im großen Gelände herum, damit er schnuppern, markieren und seine Geschäfte erledigen könnte. Er bekam Nassfutter, das extra klein püriert war mit Zusätzen zum Aufpappeln. Später siedelte der Rüde zu der Hündin Linda in ein großes Gehege um, er war da gern und Linda akzeptierte ihn. Bald stellte sich aber heraus, daß Balu schwer und unheilbar an Krebs im Rachenraum erkrankt war. Er wurde gepflegt und geliebt bis….
    …..er nicht mehr könnte. Er mußte die einsetzenden Schmerzen nicht lange ertragen. Adieu Balu!

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