Neues aus unserer Auffangstation (Fortsetzung)

Die Verletzung von Bruno ist komplett geheilt, jetzt müssen nur noch die bei der Operation rasierten Haare nachwachsen. Das rechte Auge, das offensichtlich unverletzt ist, ist jedoch etwas kleiner al das Andere. Bruno wurde am 21.12.20 geimpft, gechipt und registriert. An einem Hinterlauf hat er einen alten, ohne Behandlung ausgeheilten Bruch. Die Stelle wird Anfang nächsten Jahres geröngt werden.
Die Katze einer Nachbarin, die auch mit unserer Unterstützung kastriert wurde, kam vor etwa drei Wochen schlimm verletzt nach Hause, sie ist offensichtlich an einem scharfen Gegenstand hängen geblieben und hatte sich die Haut am rechten Hinterlauf auf einer Länge von etwa 12 cm. aufgerissen. Da uns der Fall erst nach drei bis vier Tagen gemeldet wurde, konnte die Wunde nicht mehr genäht werden. Sie heilt langsam von außen nach innen, die Katze hat 10 Tage in der Klinik verbracht und wurde vor einer Woche von uns abgeholt. Sie wird die Zeit bis zur kompletten Heilung der restlichen Wunde, die noch etwa 2 cm groß ist, bei uns in der Werkstatt im Warmen verbringen, weil die Nachbarin behindert ist und nicht garantieren kann, dass die Katze im Haus bleibt.
Vor 10 Tagen ist bei uns Rex, ein Jagdhund, gechipt, 2 Jahre alt, sehr zutraulich und verträglich mit anderen Hunden und Katzen, aufgetaucht. Der Besitzer, ein Jäger aus einem etwa 20 km entfernten Dorf, wurde mit der Hilfe von Biovet Klausenburg ausfindig gemacht und telefonisch kontaktiert. Er hatte den Hund einem anderen Jäger gegeben(?), hat sich jedoch bereit erklärt, ihn uns zu überlassen.
Rex läuft tagsüber zusammen mit unseren eigenen Hunden auf unserem Gelände frei, nachts schläft er in unserem Notquartier unter meinem Fenster in einer bestens wärmeisolierten großen Hütte.
Um offensichtlich unsere Arbeit zu erleichtert und auch die Lebensqualität der übrigen Dorfbewohner zu steigern, hat die Gemeindeverwaltung dafür gesorgt, dass die Dorfstrasse im mittlerweile zweiten Winter nach dem katastrophalen Bau der Kanalisation immer noch unbefestigt ist. Nicht nur die Fahrt mit dem Auto, sondern auch die schlichte Überquerung der Strasse (wir haben ja Gehege auf beiden Seiten) ist abenteuerlich.
Heute hat uns Baloo verlassen, der misshandelte Senior, der bei uns im Dorf einer geistig behinderten Frau „verschenkt“ wurde und seit August letzten Jahres seinen Lebensabend bei uns verbracht hat. Baloo hat bei uns eine komplette Zahnbehandlung erhalten, weil er festes Futter kaum fressen konnte. Seine Nahrung musste trotzdem ständig mit dem Stabmixer zerkleinert werden, weil er nach wie vor an starken Schluckbeschwerden litt. Das Röntgenbild zeigte eine Anomalie der Speiseröhre, die wahrscheinlich bei der Halsverletzung entstand, als man versucht hat, ihn aufzuhängen. In der letzten Zeit wurde bei ihm auch Lymphenkrebs diagnostiziert, der nur noch palliativ behandelt werden konnte. In den letzten Wochen ging es dann rapide bergab mit ihm, die letzten Tage fraß er kaum und konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten. Heute wurde er in der Praxis von Biovet Klausenburg von seinem Leiden befreit und dann auf unserem Gelände begraben.

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